AMD verfehlt Ziele – Intel sei Schuld

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Der Chiphersteller gab gerade zu, seine Verkaufsziele für das abgelaufene Quartal nicht erreicht zu haben. Das kann ja mal passieren – aber beleidigt mit dem Finger auf den Hauptkonkurrenten zu zeigen, gibt Abzüge in der B-Note.

AMD verkaufte in den letzten drei Monaten Chips für eine runde Milliarde Euro. Dabei fielen 89 Millionen Profit ab. Das klingt im Vergleich zu den Intel-Zahlen nicht riesig, aber doch ganz nett. Doch dem Chef-Erbsenzähler Robert J. Rivet reicht das noch nicht. Er sei “unzufrieden” mit den Zahlen. Hoffentlich kommt er nicht gleich auf die Idee, Leute zu entlassen. Da richtet Intel ja schon genug Schaden an…

Und warum waren die Absätze und Margen nicht so reichlich wie erhoft? Hauptächlich wegen des “herausfordernden Preisumfeldes bei den hochvolumigen Desktop-CPUs” formuliert die Firma und meint natürlich Intel. Die seien Schuld für Minus 4 Prozent bei der Microprozessor-Menge. Moment mal, hatte nicht AMD einen gewaltigen Anteil daran, dass der Preiskrieg überhaupt losbrach? Und musste Intel nicht soeben genauso einen Einbruch beim Gewinn melden?

Immerhin konnte Rivet noch verkünden, dass die Opteron-Verkäufe 26 Prozent zulegten, verglichen mit dem Vorjahr. Doch auch da hatte der Finanzjongleur zu mäkeln: “Im Gesamtjahresvergleich lagen wir bislang bei 53 Prozent Wachstum.” Dafür macht die Firma gute Fortschritte beim Aufbau neuer Fertigungsfabriken. (rm)

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