Studie: Die schlechtesten IT-Manager kriegen am meisten Geld

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Wir haben es immer geahnt, nun hat es die Consulting-Firma DolmatConnell bestätigt: Gerade in der IT-Industrie werden die Manager mit der ärmsten Performance am reichsten belohnt.

In der Studie wurden 100 Top-IT-Unternehmen unter die Lupe genommen. Was dabei zutage trat, war wenig schön: Je weniger Geld der Aktionär (sprich Eigentümer) einer Gesellschaft zu sehen bekam, desto mehr füllten sich die dafür verantwortlichen Manager ihre eigenen Taschen.

AGs mit superguten Geschäftszahlen gestehen ihren Chefs im Durchschnitt 5,7 Millionen Euro Jahressalär zu. Firmen mit Performance-Problemen oder roten Zahlen werfen ihren unfähigen CEOs dagegen im Schnitt 7,43 Millionen Euro hinterher. In diesen Zahlen sind die Aktienoptionen noch gar nicht enthalten – jene verstärken die Fehlentwicklung eher noch.
Schade nur, dass DolmatConnell sich weigert, ganz genau Ross und Reiter zu nennen. Sie verrieten allerdings, dass zu den untersuchten Firmen unter anderem Cisco, Dell, EMC, Google, Hewlett-Packard, IBM, Microsoft und Oracle sowie diverse Provider, Distributoren und Telekom-Unternehmen gehörten.

Das Baseline-Magazin geht einen Schritt weiter und outet IBM als einer der Problemkandidaten: 16 Prozent verlor der Aktienkurs in 2005, die Geschäftsergebnisse lassen niemanden jubeln, trotzdem kassierte CEO Sam Palmisano ein Spitzengehalt von 9,92 Millionen Euro plus 4,16 Million Bonus. Bonus? Wofür?
Zum Vergleich: Bruce Chizen, CEO bei Adobe Systems, macht einen guten Job, die Firma kann klasse Zahlen vorweisen, der Aktienkurs legte letztes Jahr um 20 Prozent zu. Lohn der erfolgreichen Arbeit: 1,52 Millionen Euro. Was lernen wir daraus? Du arbeitest doppelt so gut wie die anderen und zum Dank gibt es dafür ein zehnmal so kleines Gehalt. Um es mit Douglas Adams zu sagen: Grummelnd schöpfte das Universum Verdacht… (Nick Farrell/rm)

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