Intel stellt fünf Dual Core Itanium 2-CPU vor

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Intel hat fünf Dual Core Itanium 2-CPUs der 9000er Serie vorgestellt. Die bislang unter dem Codenamen Montecito bekannten Prozessoren verdoppelten die Leistungsfähigkeit der bisherigen Ein-Kern-Prozessoren von Intel und reduzierten zugleich den Energieverbrauch um 20 Prozent, erklärte ein Intel-Sprecher.

Erstmals wurden Intels “Montecitos” schon für den Herbst 2005 angekündigt. Nach wiederholtem Verschieben wurde in der Branche sogar schon spekuliert, dass sich Intel von der gesamten Itanuim-Produktlinie trennen würde. Doch jetzt sind sie da.

Flaggschiff der neuen Prozessorreihe ist das Modell 9050. Es verfügt über zwei Prozessorkerne und einen dreimal so großen Cache wie Intels frühere Generationen. Mit Hyper-Threading Technologie kann es vier Threads pro Prozessor abarbeiten. Die CPU verbrauche, so Intel, rund 100 Watt Leistung und verfüge über einen Level3-Cache mit 24 MByte Kapazität. Auf der Chip-Platte sitzen 1,72 Milliarden Transistoren, wodurch das Design komplexer sei als jenes der bisherigen Prozessoren. Die Designer hätten so viele mainframe-ähnliche Funktionen in die Prozessoren integrieren können. Dazu zähle etwa eine stabile Virtualisierungsumgebung und höhere Cache-Verlässlichkeit. Die vorgestellten Prozessoren sind zwischen 1,4 und 1,6 Ghz getaktet.

Die Dual-Core Itanium 2-Reihe sei für besonders leistungsintensive IT-Aufgaben entworfen worden. Dazu gehören beispielsweise Business Analytics, große Data-Warehouses und High-Performance Computing. Unternehmen setzten verstärkt auf Echtzeit-Analysen sehr großer Datenbestände, wodurch Wissenschaftler und Ingenieure auf sehr leistungsstarke Rechner angewiesen seien, um immer komplexere medizinische und klimatische Fragestellungen zu lösen.

Die EPIC-Architektur der Itanium-Modelle mache einen hohen Grad an Parallelisierung und Rechenleistung möglich, um Analyse-Applikationen und Business-Intelligence-Software zu unterstützen.

Im kommenden Jahr will Intel mit dem Itanium-Chip “Montvale” noch einmal ein Dual-Core-Konzept auf den Markt bringen. Ab 2008 aber bricht mit der “Tukwila”-CPU dann das Mehrkern-Zeitalter an, das im Poulson-Prozessor etabliert sein wird.

Die Preise für den Montecito-Prozessor liegen je nach Taktrate und Größe des On-Chip-Caches (acht bis 24 MByte) zwischen 749 und 3.692 Dollar. Die ersten Systeme auf Basis der neuen Prozessoren sind für August angekündigt. (mk)

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