Speicherchip-Markt: Kritiker fürchten Überangebot und Preisverfall

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INQ_Chipmarkt.jpg Nachdem bereits im NAND-Flash-Segment Preisverfall und Wettbewerbsdruck eingesetzt haben, orientieren sich Speicherchiphersteller wie Samsung, Toshiba oder Micron alle gleichzeitig auf die lukrativen CMOS-Bildsensoren. Jene versprechen (noch) höhere Margen als NAND- oder DRAM-Chips. Zudem ist der Produktionswechsel auf die CMOS-Technik vergleichsweise günstig, weil bei der Herstellung auf DRAM-Technologien aufgebaut werden kann. Wenn das mal gut geht…

Dem CMOS-Markt wird in den kommenden Jahren ein rasantes Wachstum vorhergesagt. Toshiba etwa prognostiziert für das laufende Jahr ein Absatzplus von 50 Prozent. Nach Berechnungen der kalifornischen Marktforscher von iSuppli soll die “Nische” für Bildsensoren bis 2009 auf über 6,8 Milliarden Euro anschwellen, die soll sich bis dahin auf 903 Millionen mehr als verdreifachen. Solche Aussichten zieht die Hersteller an wie Windows die Viren.

Kein Wunder also, dass Marktbeobachter bereits vor dem Run auf das CMOS-Segment warnen. “Unglücklicherweise gibt es die Gefahr eines Überangebots”, ahnt Semico-Analyst Morry Marshall. “Schon im nächsten Jahr könnte es zu viele Hersteller geben, was einen Rückgang der Verkaufspreise und Margen nach sich ziehen würde”, sieht Marshall ohne Schwierigkeiten voraus. (rm)