Kunststoff-Chips sollen die Glasfaser in Rente schicken

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Mit optischen Mikrochips aus Kunststoff wollen die Forscher des Fraunhofer-Instituts die teuren Glasfasersysteme ablösen.

Statt der sündhaft teuren Glasfasern, die momentan von der Telekom fleißig verlegt werden, sollen schon bald billige Kunststoffe für eine rasantere Verbreitung der Lichtleiter-Datenübertragung sorgen. Die “Plastikleiter”, welche die Forscher des Fraunhofer Instituts für Nachrichtentechnik gerade perfektionieren, sollen die gleiche Leistungscharakteristik besitzen wie die heutige Glasfasertechnik. Gigantische Unterschiede gebe es nur im Preis.

Bei dem Verfahren zur Fertigung der Polytronik-Bauteile werden verschiedene flüssige Kunststoffe in mehreren Lagen aufgeschleudert, dadurch entstehen eine Trägerschicht, eine lichtleitende Lage und eine Deckschicht. Wird das Material strukturiert und belichtet, entstehen Leitbahnen, durch die das Licht geschickt wird. Diese polytronischen (aus Polymer und Elektronik gefertigten) Bauteile werden mit Lasern und Photodioden gekoppelt. (rm)

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