Neue Technologien für 3D-Landkarten

Allgemein

Nach zwei Jahren Forschung und Entwicklung hat die Technische Universität Dresden soeben neuartige 3D-Landkarten vorgestellt. Die zusätzliche Dimension lässt den Betrachter Höhenrelationen, Hangneigungen und Reliefformen erkennen.

3D-Landkarten.jpg Durch sogenannte Lentikularfolien, auf deren Oberseite sich tunnelförmige Mikrolinsen befinden, wird die dreidimensionale Darstellung umgesetzt. Mithilfe einer speziellen Software wird ein Überflug über die dreidimensional modellierte Landschaft simuliert. Aus zwölf verschiedenen Perspektiven wird danach das Bild zusammengesetzt und auf der Rückseite der Lentikularfolie gedruckt. Dabei filtern die Mikrolinsen je nach Blickwinkel unterschiedliche Bildelemente aus, die den Augen des Betrachters getrennt dargestellt werden um das dreidimensionale Sehen zu ermöglichen. Zusätzliche stereoskopische Betrachtungshilfen sind nicht notwendig. Während die neuen 3D-Landkarten nur 0,05 cm dünn sind, ergibt sich bei ihrer Betrachtung eine optische Höhe von 3,5 bis 4 cm.
Zurzeit sind Deutschland-, Europa- und Weltkarten erhältlich. Alles, was kartografisch relevant sei, ob Messepläne, die Marsoberfläche, Chiplayouts oder die fiktiven Länder von Online-Spielen, könne mit der neuen Technik umgesetzt werden. Gemeinsam mit dem deutschen Verlag mbmSystems werden die Karten in Serienproduktion hergestellt und ab sofort in Deutschland, Österreich und der Schweiz vertrieben.