Verbraucherschützer stellen offene Fragen an die Film- und Musik-Industrie

Allgemein

INQ_EFFfragen.jpg Die “Electronic Frontier Foundation” (EFF) kämpft für die Rechte der Internet-Nutzer und -Befüller. Der aggressiven Musikindustrie, die ja gerne auch den kleinsten Raubkopierer zum schweren Verbrecher abstempelt, stellt die EFF nun in einem offenen Brief 19 unbequeme Fragen. Schließlich sind da ein paar Ungereimtheiten zu klären.

Natürlich erwartet die Organisation nicht allen Ernstes eine sinnvolle Antwort. Das wäre ja viel zu Basisdemokratisch. Aber die offenen Fragen dürften den ganzen (Online-) Markt zum Nachdenken anregen. Die nicht gerade kurzen Fragen finden sich hier. Sie drehen sich um die Themenkreise Copyright, DRM, P2P und den Tücken der digitalen Welt allgemein.

In ihren “Frequently Awkward Questions” (FAQ) hätte die EFF (und wir auch) unter anderem gerne gewusst, ob die umgerechnet rund 60 Millionen Euro, welche allein die US-Plattenindustrie in Prozessen gegen Filesharer eingenommen hat, tatsächlich den betroffenen Künstlern ausgeschüttet wurden (hey ihr Musiker, habt ihr was bekommen?).

Eine andere Frage richtet sich an die Film- und Fernsehtreibenden und will klären, ob es legal ist, mit einem digitalen Videorekorder Werbepausen zu überspringen (das würde die gerne abschaffen). Falls ja, wäre es dann auch illegal, in einer Werbepause den Kühlschrank oder die Toilette zu besuchen? Herrliche Fragen, auf die alle Rechteinhaber in ihrer Rechthaberei, äh Herrlichkeit, wohl nicht für nötig befinden, zu antworten. Darum heißt es ja: am Ende ist der Kunde immer der Dumme. (rm)