EU-Strafe: Microsoft will partout nicht zahlen (Update)

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Nachdem die EU mittags 280,5 Millionen Euro Bußgeld gegen den Konzern verhängt hatte, bezogen die Redmonder zwischenzeitlich Stellung – im Schützengraben, denn ihre Stellung wollen sie nicht aufgeben, trotz des Beschusses aus Brüssel.

Microsoft hält die Strafe für nicht angemessen (stimmt, zu niedrig – die Red.) und kündigte umgehend an, gerichtlich dagegen vorzugehen. “Wir werden die EU-Gerichte bitten, zu entscheiden, ob die beispiellose Summe der Kommission gerechtfertigt ist. Wir … glauben nicht, dass eine Strafe, noch dazu von diesem Ausmaß, angesichts des Mangels an Klarheit und unserer aufrichtigen Bemühungen in den vergangenen zwei Jahren angemessen ist”, tönte die offizielle Pressemitteilung. (Ich sag´ ja, noch viel zu niedrig. Aufrichtige Bemühungen, pah!)

Abgesehen von dieser Kritik verspricht das Unternehmen (wieder einmal), alles daran zu setzen, die EU-Auflagen zu erfüllen. So soll am 18. Juli ein weiteres Stückchen Dokumentation veröffentlicht werden, mit der Konkurrenten windows-kompatible Anwendungen erstellen können. Mal sehen, ob das EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes zufrieden stellen kann. Falls nicht, darf Microsoft ab 31. Juli flotte 3 Millionen Euro pro Tag zahlen. (rm)