Britische Musiklabels ziehen Internetprovider zur Verantwortung

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Vom Filesharing profitieren vor allem die DSL-Anbieter, also müssen diese auch bezahlen – sagen unabhängige britische Musikfirmen.

Ein zumindest für die Rechteverwerterbranche neuer Ansatz ist derzeit von der grossen britischen Insel bzw. aus dem vereinigten Königreich zu vernehmen. Die Association of Independent Music (Aim), Vertretung für zahlreiche inselbewohnende Musiker, Komponisten und kleinere Labels, fordert ein Umdenken in der Urheberrechts- bzw Copyrightdebatte. Nicht die Nutzer von Filesharing müssten für die Umgehung des Copyrights geradestehen, sondern die Firmen, die damit richtig viel Geld verdienen: die Internetprovider. Die Aim verlangt also, dass diese für das Filesharing in ihren Angeboten bezahlen sollen, bei realistischer Verteilung der so erzielten Lizenzeinnahmen. Auch wenn die ISPs jetzt ohrenbetäubend laut aufheulen: das ist der einzige Weg, der zu gerechter Verteilung von Lizenzen führt.

BBC