US-Professor hackt Galileo

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Der europäische GPS-Dienst Galileo wurde verschlüsselt, damit sich damit Geld verdienen lässt. Aufrechte US-Wissenschaftler machten durch diese Rechnung einen Strich.

Anders als das staatlich bzw. militärisch finanzierte US-amerikanische GPS sollte die europäische bzw nicht-amerikanische Version Galileo auf kommerziellen Füssen stehen. Zumindest für den Testlauf mit dem Prototyp GIOVE-A (Galileo In-Orbit Validation Element-A) ist damit Schluss. Wissenschaftlern an der Cornell University unter Leitung von Professor Mark Psiaki holten die verschlüsselten Signale beim Satelliten ab und crackten die “Pseudo Random Number” (PRN) Krypto des Systems. Navigationshersteller NovAtel aus Kanada nutzt die neue Freiheit bereits. Bedenken wegen rechtlicher Folgen haben die Forscher nicht, anders als bei Musik oder Film gäbe es kein Copyright auf physikalischen Daten.

Wie gut, dass es sich bei dem Crack um ein europäisches System handelte. Das US-Militär und die dortigen Geheimdienste hätten bei einem entsprechenden Einbruch in globale Systeme sicher eine ganz eigene Meinung zum Thema: “Gehen Sie direkt nach Guantanamo. Gehen Sie nicht über Los…”

Linq
Cornell