Springer-Verlag: Internet wichtiger als Zeitung

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Wichtige, eilige und auch exklusive Nachrichten gehören zuerst ins Netz, dann erst als Langfassung in ein Druckmedium. Diese moderne und zeitgemäße Einstellung vertritt neuerdings Mathias Döpfner, Vorstandschef des bekanntesten deutschen Zeitungsverlages.

Ab Ende des Jahres soll bei Axel Springer der Grundsatz ?Online zuerst” gelten, also alle Neuigkeiten erst auf die eigene Webseite gestellt und am nächsten Tag in der Zeitung durch ausführliche Berichte ergänzt werden. Alles Andere sei ?altes Denken und gehe am Leser vorbei, betonte jetzt Verlagschef Döpfner.

Die Marschrichtung im Hause heiße nun: konsequenter Ausbau der Internet-Aktivitäten. Sämtliche Nachrichten sollen, sobald sie hereinkommen, im Web publiziert werden, selbst Exklusivgeschichten.

Ende des Jahres sei der Newsroom der Zeitungen “Welt” und “Berliner Morgenpost” fertig. Mit internationalen Online-Riesen wie Google wolle sich Springer nicht messen. “Im Vergleich dazu sind wir ein Kioskbetrieb”, gibt sich der Konzernmanager bescheiden. Döpfner fordert, dass Eltern und Schulen auf den Umbruch am Medienmarkt, auch im Hinblick auf Weblogs, reagieren. Der Erwerb von Medienkompetenz sei zwingend für jede Erziehung, so Döpfner. (rm)

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