Monopolkommission empfiehlt Bitstream-Zugang

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Die Gutachter haben die Kopplung von Telefonanschluss und Internetzugang als Behinderung für den VoIP-Markt ausgemacht.

In ihrem aktuellen Zweijahresgutachten für das Wirtschaftsministerium spricht sich die Monopolkommission für Zurückhaltung bei der Regulierung des VoIP-Marktes aus. Die Dienste befänden sich noch in der Entwicklung und es sei nicht abzusehen, welche Geschäftsmodelle nachhaltig existenzfähig sind.

Hinderlich für die Entwicklung sei jedoch die derzeitige Kopplung von Telefonanschluss und Internetzugang. Damit alternative Anbieter DSL-Anschlüsse unabhängig von der gemieteten Teilnehmeranschlussleitung bereitstellen können, müsse die Telekom verpflichtet werden, einen Bitstream-Zugang anzubieten, heißt es in dem Gutachten.

Darüber hinaus stellte die Monopolkommission klar, dass für die Anbieter von Voice over IP als öffentlicher Telefondienst die Verpflichtung zur Bereitstellung einer kostenlosen Notrufmöglichkeit besteht. Allerdings empfiehlt man, da technisch noch nicht möglich, auf die Anforderung, mit dem Notruf auch Informationen über den Standort des Anrufers zu übermitteln, zu verzichten. (dd)

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