Wie lange noch bis zur Roboter-Liebe?

Allgemein

INQ_Roboterliebe.jpg Die Blechkameraden lernen gerade, sich fehlerfrei zu bewegen und einigermaßen sinnig zu kommunizieren. In Zukunft ein intelligentes Gespräch zu führen, ist gar nicht so unmöglich. Das zeigen schon die Chat-Bots im Internet. Doch solche Fähigkeiten zu programmieren, macht noch keine Maschine menschlich.

Ein Human-Interface und Künstliche Intelligenz sind die Grundlage für einen vernünftigen Roboter der nächsten Generation. Doch noch lassen die Japaner eines außer Acht: Jeder Mensch geht durch eine Kinderstube, lernt Sprache und soziales Verhalten langsam zu perfektionieren. Diesen Prozess wollen erstmals die Wissenschaftler des “Institute of Cognitive Science and Technology” in Italien berücksichtigen. Sie erlauben der Maschine, sich langsam eine eigene Sprache anzueignen, geboren aus der Erfahrung bei der Interaktion mit der Umgebung. Ergo: andere Umgebung, andere Ergebnisse .

“Es kann auch Maschinen geben, die sich entwickeln, ohne dass der Mensch großartig eingreift”, glaubt Projektkoordinator Stefano Nolfi. Gemeinsam mit den französischen Kollegen von Sonys “Computer Science Laboratory” haben sie einen Aibo-Hund frisiert: Mit den neuen Algorithmen war er in der Lage, neue Tricks selbständig zu lernen und anderen Aibo-Exemplaren seiner Gattung zu vermitteln. Zum Beispiel die Eigenheiten eines Balls, seine Farbe, sein Aufenthaltsort und dass er sich bewegen lässt.

Die Software sorgte sogar für so etwas wie Neugier: Ständig suchte der Hund nach neuen Objekten, probierte sie aus und lernte deren Beschaffenheit und Interaktivität in einigen Tagen. Mehrere Aibos entwickelten gemeinsam eine Art Wortschatz und eigene Regeln, um miteinander kommunizieren zu können.

Auf Basis dieser Erkenntnisse brachte das Schweizer “Federal Institute of Technology” in Lausanne kleinen Robotern auf Rädern bei, gewisse Aufgaben im Teamwork zu erledigen, die einer allein nicht bewältigen könnte. Schon träumen die Ingenieure von einem Schwarm von Lawinen-Rettungs-Robis.

Das Viktoria Institute in Schweden benutzt die KI, um daraus eine Tauschtechnik für MP3-Songs zu machen. Wenn “Push!Music” im Player oder Handy spazieren geführt wird, entscheidet die Software anhand des Nutzerprofils, wann und wo und mit wem Daten getauscht werden. So wächst die Musiksammlung automatisch und sollte seinem Nutzer stets gefallen. (rm)

Link