Die Pläne des Software-Moguls

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INQ_Oracle.jpg Larry Ellison ist der Rockstar unter den IT-Managern. Als “Mr. Oracle” ist er der klassische Playboy-CEO, mit Riesen-Yacht, Flugzeug und schnittigem Rennboot. Doch trotz 16 Milliarden Dollar (12,8 Mrd. Euro) Privatvermögen und einer komfortablen Datenbank-Marktführung für Oracle ist Ellison noch hungrig.

Vor allem die SAP-Dominanz im Buchhaltungssektor wie auch die Bereiche Middleware und Applikationen seien noch Herausforderungen für den kauffreudigen Software-Konzern: Nach 21 Firmenübernahmen in den vergangenen 18 Monaten (hat schlappe 16 Mrd. Euro gekostet) sind natürlich weitere Akquisitionen hochwahrscheinlich. So warf Ellison jüngst ein Auge auf die britische Misys-Gruppe, ein Anbieter von Software und Lösungen im Bank-, Gesundheits- und Finanzwesen. Der Anbieter ist in über 120 Ländern aktiv und beschäftigt 6.000 Mitarbeiter. Misys wäre ein deutlicher Schritt für Oracle, um SAP einzuholen. Ellisons Kommentar zu den Gerüchten: “Wir schauen uns alles an”.

Viele Konzerne haben enorme Probleme nach Firmenkäufen, doch bei Oracle ging bislang trotz der massiven Expansionspolitik alles gut. Wenigstens sprechen die Geschäftserfolge dafür. Daher will Ellison am Plan festhalten, die führende Software-Company zu werden, egal in welchem Feld.
Und wenn der 61-jährige weiterhin so erfolgreich wirtschaftet, was macht er dann mit dem ganzen Reichtum? Dem Beispiel von Bill Gates und Warren Buffett folgen? Ellison: “Ich denke, es kommt der Punkt, an dem ich fast alles Geld für wohltätige Zwecke weggeben werde. Was soll ich sonst damit machen? Ausgeben kann ich es nicht, ich habe es versucht”, lacht der Senior-Playboy. Na, da kann sich die Welt doch auf etwas freuen – und SAP muss sich auf etwas gefasst machen. (rm)

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