Uni Paderborn gelingt neuartige optische Datenübertragung

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Das Institut für Elektrotechnik und Informationstechnik der Universität Paderborn meldete einen Durchbruch in der optischen Nachrichtentechnik: die weltweit erste Echtzeit-Datenübertragung durch eine so genannte “synchrone Quadratur-Phasenumtastung mit Standardlasern”. Klingt nicht aufregend? Dabei werden vier Bits gleichzeitig in ein Lichtsignal umgewandelt und dann über Glasfaserkabel übertragen und in Echtzeit vom Empfänger verarbeitet.

Was, immer noch nicht beeindruckt? Mit dieser Technik seien letztendlich auf jeder optischen Wellenlänge Datenraten von 40.000.000.000 Bits pro Sekunde übertragbar, rechnen die Wissenschaftler vor. Bis zu 40 Laser können dann auf unterschiedlichen Frequenzen Informationen über die gleiche Glasfaser senden. Das entspricht gegenüber einer herkömmlichen DSL-Internetverbindung einer etwa zehntausendmal schnelleren Übertragungsrate. Na, ist die Kinnlade endlich unten?

Schon bei einem ähnlichen Verfahren halten die Paderborner Ingenieure rund um Prof. Dr. Ing. Reinhold Noé den gegenwärtigen Kapazitätsweltrekord (insgesamt 5.940.000.000.000 Bits pro Sekunde). Die nun realisierte synchrone Variante kommt jedoch mit geringeren Lichtleistungen aus, was die Übertragungsreichweite verbessert.

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