PDA zur Hand? Dann entscheiden SIE doch über die US-Wahlen

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INQ_Wahlmanipulation.jpg Wie unglaublich zuverlässig das US-Wahlsystem im Allgemeinen und die Wahlmaschinen im Besonderen sind, zeigte die erste Wahl von US-Präsident George W. Bush ganz deutlich. Jetzt stehen neue Wahlen an mit den noch relativ taufrischen elektronischen Wahlmaschinen. Siehe da, die lassen sich noch besser manipulieren als je zuvor. Ein PDA reiche schon aus.

Zu dieser einschneidenden Erkenntnis gelangt eine aktuelle Studie der School of Law an der New York University. Dort untersuchte eine Expertengruppe die drei am häufigsten verwendeten Wahlmaschinentypen und konnte dabei rund 120 Sicherheitslücken ausmachen, die zu Wahl- und Systemmanipulationen geradezu einladen. Besonders anfällig seien die Wireless-Zählmaschinen.

“Die drahtlosen Kisten in ihrem jetzigen Zustand können von jedem Halbwissenden mit etwas Erfahrung und einem PDA in der Tasche ausgetrickst werden”, warnen die Autoren der Studie. Derzeit verzichten nur die Bundesstaaten New York, Minnesota und teilweise Kalifornien auf die drahtlose Anbindung.

Insgesamt sind aber alle drei Maschinentypen anfällig für etwaige Software-Attacken, die über eingeschleuste Programme ausgeführt werden könnten. Es gibt kein vernünftiges Kontrollsystem und keine Form von Quittung für den Wähler. Ein Wunder, dass sich noch kein Software-CEO als Präsidentschaftskandidat hat aufstellen lassen… (rm)

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