Schon wieder ein Abgang bei Microsoft – und alles ruft VERRAT, VERRAT!!

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Ausgerechnet ein Microsoft-Jünger (“Evangelist”) hat das Licht gesehen und muss ihm Richtung Google folgen. Nach 15 Jahren trat er aus dem Schatten von Bill “Jesus” Gates. Prompt wittern die MS-Bosse den Hochverrat – schon hallen “Judas”-Rufe durch die heiligen Redmond-Hallen.

Bevor jetzt die wenigen verbliebenen Christen im Land aufheulen, die Analogie bot sich einfach an, denn die offizielle Job-Beschreibung eines Technik-Gurus lautet in Amiland tatsächlich Evangelist. Und da muss man schon im Bild bleiben…

Wie ein Verräter wird Microsoft-Manager Vic Gundotra tatsächlich behandelt, denn man möchte ein Exempel statuieren: Balmer und Gates hatten nur darauf gewartet, dass ein wichtiger Manager ab dem Vizepräsidenten-Level zu Google wechseln möchte: Durch eine öffentliche (nur verbale) Hinrichtung wollen die Microsofties klar machen, dass es gar keine gute Idee für irgendeinen ihrer sehr abhängig Beschäftigten wäre, zum verhassten Internet-Konkurrenten zu wechseln. Gundotra darf sich jetzt auf allerhand Abwicklungsschwierigkeiten und firmenweiter Häme gefasst machen. Wäre er bloß vorher zur Wahrsagerin gegangen, dann würde er jetzt nicht als der moderne IT-Judas in die MS-Analen (oh, die Betonung liegt natürlich auf… genau!) eingehen. Mit den konkreten Ballmerschen Folterplänen (“kleine Steine, große Steine, mittlere Steine”) befassten sich übrigens auch schon unsere Kollegen aus England.

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