Nortel Networks unter Druck: weitere Entlassungen

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Der kanadische Netzwerkausrüster scheint mit dem Rücken zur Wand zu stehen. Im operativen Geschäft ist Nortel noch lange nicht über den Berg, sondern verliert Marktanteile an führende Mobilfunkausrüster, glaubt Branchenexperte Ken Leon.

“Wir können und wollen wieder ein großartiges Unternehmen werden”, versprach gestern Nortel Networks CEO Mike Zafirovski gegenüber seinen Aktionären. Jene waren ziemlich erbost über die jüngsten Kursverluste. Die angestrebte Fusion der beiden Mitbewerber Alcatel und Lucent Technologies, die Übernahme von Marconi durch Ericsson und das neue Joint Venture zwischen Siemens und Nokia haben den Druck auf die angeschlagenen Kanadier erhöht. Das jüngst abgesagte Joint Venture mit der chinesischen Huawei hat da sicher wenig geholfen.

Zafirovski betont nun gebetsmühlenartig, dass Nortel keine Firmenübernahme brauche, um zu überleben. Ein interner Rettungsplan tue es auch. Daher wolle er weitere 1.100 Stellen streichen. Ein dreistelliger Millionenbetrag soll bei der Pensionszahlung eingespart werden. Von ursprünglich 95.500 Beschäftigten in arbeiten heute noch etwa 30.000 Mitarbeiter bei Nortel. (rm)

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