Firewall-Spezialist: Microsofts OneCare leistet nichts

Sicherheit

Der russische Firewall-Spezialist Agnitum testete die Funktionen von Microsofts OneCare und kommt zum Ergebnis, dass das Microsoft-Produkt weit unter den branchenüblichen Standards (sogar kostenloser) Produkte liegt.

Agnitum, ein russischer Hersteller von Security-Lösungen, hat nach eigenen Angaben eine gründliche Analyse der neuen OneCare-Firewall von Microsoft – Teil von Microsofts “Live”-Sicherheitsinitiative – durchgeführt. Das Resultat sei “erschreckend”: Das von der Microsoft-Firewall erreichte Sicherheitslevel liege so weit unter den branchenüblichen Standards, dass man sich verpflichtet fühle, die Ergebnisse der Analyse der Öffentlichkeit mitzuteilen.Die komplette Analyse steht im Web bereit.

Alexey Belkin, leitender Software-Entwickler bei Agnitum, bemängelt vor allem, dass der Anwender nicht selbst ausreichende Einstellungen vornehmen kann, die ihn vor aktuellen Bedrohungen schützen könnten: “Der Versuch ein ‘Produkt für alle’ zu schaffen führt wahrscheinlich zu einem ‘Produkt für niemanden’.”.

In einer Pressemitteilung wird das Microsoft-Produkt, dessen Inkompatibilitäten sowie die Lizenzpolitik des Herstellers in der Luft zerrissen. Mikhail Penkovsky, Marketing-Vizepräsident bei Agnitum: “Unsere Händler stimmen mit uns völlig darin überein, dass OneCare eine hübsche Oberfläche hat, dass das aber auch schon alles ist.”

Allerdings sollten diese Aussagen auch mit Vorsicht genossen werden: Agnitm möchte seine eigenen Produkte verkaufen, und auf dem Riesen Microsoft herumzutrampeln ist ein leichtes Spiel. (mk)

Anklicken um die Biografie des Autors zu lesen  Anklicken um die Biografie des Autors zu verbergen