Stolpersteine für DSL-Wechsler

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Die Verbraucherzentrale NRW berichtet von wochenlangen Wartezeiten beim Providerwechsel und gegenseitigen Schuldzuweisungen bei den Anbietern.

Unzählige Provider buhlen in Deutschland um Kunden. Dabei geht es nicht nur um Neukunden, sondern auch wechselwillige Verbraucher, die wegen niedrigeren Preisen oder höheren Geschwindigkeiten einen neuen Anbieter suchen. Laut der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen gestaltet sich ein Wechsel jedoch oft schwierig, ihr liegen zahlreiche Beschwerden vor. So sind DSL-Anschlüsse trotz fester Zusagen oftmals nicht mehr verfügbar, die Wartezeiten erstrecken sich über mehrere Wochen – und manch Kunde steht am Ende ganz ohne Festnetzanschluss da. Die Provider schieben sich in solchen Fällen die Schuld gegenseitig zu; für den Kunden bleibt meist unklar, wer was wann warum getan oder unterlassen hat.

Besonders schwierig ist der Verbraucherzentrale zufolge der Wechsel von einem Telekom-Reseller zum anderen, da hier gleich drei Firmen reibungslos kooperieren müssen. Häufig gibt es Streitigkeiten um freie Ports in der Vermittlungsstelle, zu optimistische Terminzusagen und ob ein Techniker rechtzeitig den alten Anschluss ab- und den neuen freigeschaltet hat.

Die Verbraucherzentrale fordert von den Anbietern nun zumindest eine preiswerte Hotline mit kompetenten Ansprechpartnern. Vielfach werden die Kunden nämlich in endlose Warteschleifen abgeschoben, von überforderten Ansprechpartnern hingehalten oder dreist abgewimmelt – und dafür häufig auch noch mit rund einem Euro pro Minute abkassiert. (dd)

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