Ruf nach staatlicher Kontrolle über die Web-Suchmaschinen

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Marcel Machill, Professor für Journalismus und Internationale Mediensysteme der Universität Leipzig/Dortmund, warnt vor der wachsenden Macht der Suchmaschinen. Auf einer internationalen Tagung in Berlin kritisierten Machill und einige seiner Kollegen die Monopolmacht von Internet-Suchmaschinen. Nun fordern sie von den Politikern, über eine staatliche Kontrolle nachzudenken.

Das Argument der Medienexperten: Yahoo, MSN und allen voran Google sind mit mehr als 90 Prozent Marktanteil zu Bestimmern eines Mediums geworden. Sie legen fest, welche Informationen aus dem weltweiten Netz gefiltert werden. Doch ein solches Medienmonopol könne ein demokratischer Staat nicht zulassen.

Die großen Suchmaschinen-Betreiber betrachteten sich lediglich als Anbieter einer rein mathematischen Suchtechnologie. Eine Selbstzensur über die gesetzlichen Anforderungen hinaus weisen sie zurück, betreiben sie aber offensichtlich in China wie auch in Deutschland (wg. rechtsextremer Inhalte).

Da die meisten Web-Surfer nur die ersten 20 Treffer benutzen, ergebe sich überall auf der Welt sowieso schon eine entscheidende Vorauswahl, entgegnen die Experten. Zudem manipulieren Suchmaschinen-Optimierer ganz legal und öffentlich von Außen. Das alles wiederspreche “offenen Medien”.

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