Kostengünstige Alternativen zum Kauf von teuren Programmen
Wo Geiz wirklich geil ist: So sparen Firmen bei der Software

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Wer als Unternehmer nicht unbedingt ein kleines Vermögen in Software anlegen will, findet einige Kosten dämpfenden Alternativen auf dem Markt. Ein praktischer Streifzug durch das vielfältige Angebot..

Software-Shoppen für Geizkrägen

Kostengünstige Alternativen zum Kauf von teuren Programmen

Wer ernsthaft ein Business betreibt, braucht dafür fast immer einen Computer und Software – oder vielleicht gleich mehrere davon. Je anspruchsvoller und komplexer die Geschäftsabläufe, desto aufwändiger und damit auch teurer werden die Programme. Eine nagelneue Lizenz für mehrere Arbeitsplätze kann ganz schöne Löcher ins Jahresbudget reißen.

Benötigt Ihre Firma gar auf Maß geschneiderte Programme, wird es richtig schmerzhaft, für manche sogar unerschwinglich. Wer nicht unbedingt ein kleines Vermögen in Software anlegen will, findet aber einige kostendämpfende Alternativen auf dem Markt: Miete/Leasing, On-Demand-Nutzung, günstige FreeSource-Software, gebrauchte Lizenzen und Applikationen aus dem Internet. Lassen Sie uns also shoppen gehen!


Die klassische Methode

Kostengünstige Alternativen zum Kauf von teuren Programmen

Auch kleinere Unternehmen brauchen qualifizierte IT-Unterstützung; etwa ein vernünftiges Auftrags- und Bestellwesen mit automatischer Übergabe in die Finanzbuchhaltung, eine nette Lagerverwaltung vielleicht oder die passenden Pakete für Kundenangebote und Kalkulation, womöglich mit angeflanschter Präsentation? Doch wer kümmert sich darum? Am besten die Online-Spezialanbieter für Software, die nicht nur “Boxenschieber! sind.

“Gerade kleine und mittlere Unternehmen wollen und sollten den Aufwand so gering wie möglich halten”, empfiehlt Carmen Möller von der Firma Computer Management & Marketing Systeme. “Cleverer als die Anschaffung aufwändiger Programme ist das Mieten von zuverlässigen Systemen, ob Standardsoftware, e-Shop oder auch die CRM-Integration.” Vorteil ihres Vorschlages: Die klassischen Miet- und Leasing-Angebote sind am längsten im Markt und damit praktisch schon alltäglich (z.B. bei http://www.buerosoftware.net/, http://www.cno-shop.de/ oder http://www.cadia.de/produkte/produkte.php3 und http://www.erento.com/mieten/computer_buero/).

Der Kunde spart hier insofern etwas, weil er nicht gleich größere Mengen Kapital binden muss, das dann über einen längeren Zeitraum abgeschrieben würde. Stattdessen sind Miet/Leasing-Gebühren direkt als Kosten zu verbuchen, was die Steuerlast unmittelbar senkt. Zudem lässt sich gleich die Umsatzsteuer als Vorsteuer abziehen, weshalb für Selbständige und Firmen jede “geliehene” Applikation automatisch 16 Prozent günstiger wird.


Der Zeitvertrag

Kostengünstige Alternativen zum Kauf von teuren Programmen

Weitere Möglichkeit: Teure Programme und Applikationen vom IT-Dienstleister anzumieten. Der Unterschied: Bei der so genannten On-Demand-Variante der Software-Beschaffung berechnet der Anbieter in der Regel nur jene Zeiten, in der die Software effektiv vom Abnehmer benutzt wurde. Das funktioniert, weil der Anbieter die Programme in seinem Rechenzentrum betreibt und sie über das Netz seinem Kunden zugänglich macht.

Die Software belastet also nicht die Infrastruktur des Mieters und verursacht dort auch keinen Support-Aufwand. Alle Mitarbeiter können rund um die Uhr z.B. über einen herkömmlichen Web-Browser auf das System zugreifen – sogar auf Geschäftsreisen und Messen.

On-Demand-fähig sei im Prinzip jede Software, die netzwerktauglich ist und online verfügbar gemacht werden kann.

Darüber hinaus sei eine On-Demand-Lösung schnell einsatzbereit. Die zeitintensive Implementierung im eigenen Haus fällt weg, da das System ja schon im Rechenzentrum funktioniert. Die Mitarbeiter müssen lediglich im Einzelfall geschult werden. Kunden können sich natürlich individuelle Lösungen oder spezielle Konfigurationen bestellen. Außerdem wachsen On-Demand-Systeme mit dem Unternehmen mit. Bezahlt werde aber immer nur der tatsächliche Bedarf bzw. die reale Nutzung (je nach Vertragsgestaltung). Zu Spitzenzeiten können beispielsweise Ressourcen zu- sowie anschließend wieder abgeschaltet werden. So treten höhere Kosten auch nur vorübergehend auf. (Infos: http://www.novomind.de/index_en.html oder http://www.salesforce.com/).


SW-Abteilung mieten

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Eine extreme Spielart des Mietens “on demand” nennt sich Application Service Providing, kurz ASP. Dafür braucht ein Unternehmen aber Breitbandzugänge und ordentliche Sicherheitsmaßnahmen, denn bei ASP werden ganze Verwaltungsbereiche der Firma zum Dienstleister ausgelagert, sind aber mit den übrigen Mitarbeitern vernetzt. Wer auf diese Weise ganze Abteilungen wie Kundenservice, Buchhaltung oder Datenverarbeitung mitsamt Infrastruktur, Personal und Software nur anmietet, könne angeblich 30 bis 80 Prozent der sonst üblichen monatlichen Kosten einsparen.

Über jeden webfähigen PC hat das Unternehmen Zugriff auf seine Anwendung und die Geschäftsführung kann sich so wieder voll auf Ihre eigentliche Arbeit konzentrieren. Die Vorteile: EDV-Kosten sind an die Erfordernisse der jeweiligen Firma angepasst. Durch extrem schnelle Einführungszeiten sind die Kosten planbar. Die Verfügbarkeit der Daten wird von guten Anbietern garantiert, tägliche Sicherung der Daten und Auslagerung an einen anderen Ort sorgen für Datensicherheit. Und wer will, kann jederzeit problemlos – abhängig aber vom Vertrag – von seinem “Vermieter” wieder auf ein eigenes System wechseln.

Bei ASP werden vor allem Themen wie Messaging, Business Processes, ERP, CRM und E-Commerce realisiert. (Weitere Infos bei http://www.eunet.at und http://www.aspstreet.com/ oder http://www.aristoninformatik.com/Default.aspx?tabid=83&ctl=Register).


Gebrauchte Software

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Kleinere Firmen ohne eigenes Netzwerk dürften sich eher für Second-Hand-Programme interessieren. Vor allem, wenn die IT nicht mehr die Allerneueste ist, wäre das eine günstige Alternative. Überraschend: Gerade bei speziellen Bedürfnissen und auf die Branche abgestimmten Prozessen gibt es gebrauchte Software. Hier macht es sogar erheblich Sinn, denn solche Pakete waren vor Jahren unglaublich teuer und eine Perle der Branche. Nun sind sie auf dem Second-Hand-Markt für einen Bruchteil des Neupreises zu finden.

IT-Fachhändler (wie http://www.aachen-online.de/2ndsoft/, http://www.susensoftware.de/, http://www.usedsoft.de/ oder http://www.soft-trader.de/) haben diese Marktlücke längst für sich entdeckt und auf die Produkte aus zweiter Hand spezialisiert; sozusagen leicht gebraucht, mit allen Extras und ohne Kratzer. Sie kaufen ausrangierte ERP-Programme, Branchenlösungen, Designsoftware und Datenbanken auf
und verkaufen sie inklusive kompletter Lizenz weiter.

Lösungen wie vom Markführer SAP gibt es mit Preisersparnissen von 30-40 Prozent. Ältere Office-Pakete, Grafikprogramme oder technische Applikationen können sogar 50 bis 80 Prozent vom ursprünglichen Preisschild “verloren” haben. So lässt sich zum Beispiel eine ältere Vollversion von MS Office ohne weiteres für unter 90 Euro finden.

Achten Sie beim Kauf gebrauchter Software darauf, dass es sich um seriöse Anbieter handelt, damit Sie auch wirklich eine valide Lizenz erhalten und nicht urplötzlich als Raubkopierer dastehen. Außerdem wichtig: Beim Verkauf an Unternehmer ist eine Mängelhaftung für den Verkäufer in der Regel ausgeschlossen.


Die Super-Sonderangebote

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Jüngster Spar-Trend: Basis-Applikationen aus dem Internet für kleines oder gar kein Geld. Auf diesen Zug sprang vor einiger Zeit ganz prominent Google auf (http://pack.google.com/pack_installer_required.html) und positioniert bewusst Office-ähnliche Anwendungen im Internet: Gegen Outlook stellt man den E-Mail-Dienst Google Mail mit Calendar, Word will man mit dem (hoffentlich bald wieder online gehenden) Dienst Writely attackieren, daneben greifen auch der Page Creator (Web-Design-Hilfe) und Google Talk (Instant Messaging-Client) Microsoft-Produkte an. Mit Picasa kommt noch eine Bildbearbeitung ins Spiel und jüngst reitet Google Spreadsheets eine Attacke auf Excel – und wahrscheinlich planen die Programmierer in Mountain View und den anderen Standorten auch noch eine Präsentationssoftware kontra PowerPoint.

Beim Thema Tabellenkalkulation zeigen sich aber sofort die Grenzen der Online-Spar-Apps, denn hier muss der Anwender Verzicht üben. Brauchen Sie Charts oder Grafiken oder mathematische Funktionen? Bleiben Sie bei Excel. Oder wechseln Sie zum günstigen Calc, die Tabellenkalkulation aus der Open-Source-Office-Suite von http://www.openoffice.org/.