Greenpeace: PC-Hersteller und ihre giftigen Gurken

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Die Profi-Umweltschützer ließen eine internationale Umfrage durchführen. Man wollte von den Konsumenten wissen, ob sie für ungiftige Computer bereit wären, tiefer in die Tasche zu greifen. Erstaunlich: sie wären! Noch erstaunlicher: In Asien sind die Leute teilweise deutlich eher dazu bereit als im vorgeblich so umweltfreundlichen Europa.

Gerade wir Deutschen, die mit überregulierten Monsterlösungen wie Mülltrennung und Pfandverordnung für internationale Lacher sorgen (auch bei Umweltschützern), sind “nur” zu 54 Prozent bereit, für digitale Geräte ohne Schwermetall-Cocktail einige Euros zu opfern. Mehr als die Hälfte der Befragten mit grünem Gewissen, das klingt doch eigentlich gut, oder? Doch merke, erstens sind die Menschen in Befragungen zu Dingen bereit, die dann in der Praxis nicht ganz so befolgt werden (siehe Sex-Quote pro Woche), und zweitens sind die Chinesen mit 81 Prozent, die Mexikaner mit 78 Prozent und die Thailänder gar mit 84 Prozent deutlich umweltfreundlicher gestimmt. Selbst direkte Nachbarn wie Polen (65 Prozent) oder England (68 Prozent) sind uns da voraus. Greenpeace beunruhigt am meisten, dass überhaupt nur 43 Prozent aller Befragten wussten, dass Computer und Gadgets toxische Stoffe enthalten.
Dell wurde gelobt für die Absicht, gefährliche Stoffe nicht mehr verwenden zu wollen. Ähnliche Anwandlungen verkündeten auch HP, Lucky Goldstar, Nokia, Samsung, Sony und Ericsson. Rügen gab es dagegen für Acer, Apple, Fujitsu Siemens, IBM, Lenovo, Panasonic, Siemens und Toshiba, sich in dieser Sache bislang nur ausgeschwiegen zu haben. Motorola wurde kritisiert, dass frühere Versprechungen wieder fallen gelassen wurden. (rm)

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