Handys sind tödlich!

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INQ_HandyBlitz.jpg Bei Gewitter kann ein Handy praktisch zum Blitzableiter werden, warnen britische Ärzte. In den letzten Wochen erwischte es in England und USA zwei Menschen. Bei etlichen solcher Vorfälle sind bislang drei Todesopfer zu beklagen.

Handynutzer sollten bei einem Gewitter nicht im Freien telefonieren, denn dadurch erhöht sich die Gefahr, vom Blitz getroffen zu werden. Zumal der Schlag üblere Auswirkungen habe, denn das Gerät leitet den Strom direkt in den Körper, warnt die jüngste Ausgabe des British Medical Journal. Darin wird der aktuelle Fall einer 15-jährigen beschrieben, die in einem Londoner Park vom Blitz getroffen wurde, während sie mobil telefonierte. Durch den Vorfall erlitt sie einen Herzstillstand und musste wiederbelebt werden. Sie hat es zwar überlebt, sitzt aber seitdem im Rollstuhl, geplagt von emotionalen und kognitiven Problemen.
Normalerweise ist ein Blitzschlag beim Menschen nicht unbedingt tödlich, denn durch den hohen Widerstand der menschlichen Haut wird der Strom entlang des Körpers in die Erde geleitet, ohne in den Körper einzudringen. Hält die Person aber etwas Leitendes wie Metallobjekte oder ein Handy in der Hand, kann der Strom tatsächlich in den Körper eindringen und schwere innere Verletzungen verursachen. Bisher sind drei Todesfälle beim Telefonieren in China, Korea und Malaysia bekannt geworden. Alle anderen Blitzopfer wurden schwer verletzt. Die Chancen, von einem Blitz getroffen zu werden, stehen 1: 3 Millionen.