Stress durch Mail-Beschuss

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E-Mails sind eine tolle Erfindung. Schnell, unkompliziert, orts- und zeitunabhängig und auch noch extrem billig. Wenn es nur nicht so viele davon gäbe. Das hat auch eine Umfrage festgestellt. Demnach empfinden vor allem Berufstätige die Mailflut zunehmend als Stressfaktor.

INQ_EmailLast.jpg 60 Milliarden E-Mails werden täglich verschickt. Die meisten davon landen in meinem Postfach. So kommt es mir wenigstens vor – und da dürfte es vielen “Leidensgenossen” ähnlich gehen. Abgesehen von den lästigen SPAM-Werbebotschaften sind auch sonst viele überflüssige E-Mails dazwischen. Das kostet Zeit – und vor allem entdeckt man die wirklich wichtigen und dringenden Mails dadurch die entscheidenden Minuten zu spät. Das verursacht Stress und den ständigen Druck, seine Mailbox checken zu müssen.
So geht es wohl nicht nur mir, denn weit über die Hälfte aller Büroangestellten klagt über die ständig steigende E-Mail-Flut, meist voller sinnloser und überflüssiger Information. Das ergab die das Untersuchung des Meinungsforschungsinstituts TNS Emnid. Ein gutes Drittel (34,9 Prozent) der über 1.000 Befragten meint sogar, dass Internet und E-Mails die berufliche Belastung noch verstärken.
25 Prozent der Angestellten fühlen sich verpflichtet, die einlaufenden Mails sofort zu lesen. Dagegen sagen Effektivitätsforscher, man solle versuchen, seine Mails nur zu festen Zeiten und dann am Stück bearbeiten. “Sonst lenkt jede neue Mail wieder von der Arbeit ab“, hat der Wirtschaftspychologe Roman Soucek von der Uni Erlangen beobachtet.