AT&T: Alle Eure Daten gehören uns!!

Allgemein

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Die amerikanische Telekomgesellschaft AT&T benimmt sich wieder fast so selbstherrlich wie zu ihren besten Monopol-Zeiten. Gestern hat sie schlicht verkündet, ihre Firmenpolitik neu verfasst zu haben. Darin erlaubt sich der Konzern nun selbst, die persönlichen Daten des Kunden – auch sein Telefonverhalten – nach eigenem Gusto an beliebige Abnehmer weiterzugeben. Also auch an Geheimdienste und Behörden (wie passiert), Finanzämter oder an den Nachbarn.

Lapidare Begründung für diesen drastischen Schritt: “Wir wollen unsere legitimen Geschäftsinteressen wahren.” Sorry, aber auf gut deutsch heißt das: Scheiß´ auf den Kunden, hauptsache wir (AT&T) stehen gut da. Na, das ist doch mal eine sonnige Einstellung. Und zur Abrundung wird auch gleich noch mitgeteilt, dass auch beim neuen Videoservice des Hauses das Kundenverhalten aufgezeichnet und jedem gegeben wird, der es haben möchte.
Juristen bewerten diesen extremen AT&T-Schritt als Versuch, künftige Konsumenten-Verfahren zu vermeiden, falls weitere Datenschutzverfehlungen des Konzerns ans Tageslicht kämen, was ja durchaus hochwahrscheinlich ist. Schon jetzt haben die Ex-Monopolisten ein Verfahren am Hals. Hauptkläger: die Electronic Frontier Foundation aus San Franzisco. Dabei geht es um den jüngsten Skandal, bei dem der militärische Abschirmdienst NSA ihre Wanzen frei im AT&T-Netzwerk platzieren durfte, um sämtliche E-Mails und Browserdaten aller Benutzer einzusammeln.