Willkommen in der schönen neuen Welt von MS Robotics

Allgemein

Microsoft setzt ganz auf Roboter. Nein, nicht als Mitarbeiter (da reicht die durchschnittliche Gehirnwäsche), auch nicht als Konsumenten (da reicht die normale Abhängigkeit), sondern als zukünftiger Arbeitsplatz für MS-Software. Asimov-Fans haben da gleich eine Flut von Szenarien vor Augen, was da alles schief gehen kann…

INQ_MSroboter.jpg Das Arbeitsfeld der Roboter-Steuerung ist nicht etwa eines der vielen haltlosen Ballmer-Ankündigungen und entspringt auch nicht einer PowerPoint-Präsentation eines träumenden Marketing-Heinis, sondern wurde gestern durch eine Beta-Version Realität! Microsoft veröffentlichte nämlich eine Vorabversion eines Toolkits, das Ingenieure für die Steuerung von Industrie- und Versuchsrobotern adaptieren können.
Das marktfähige Produkt soll “Microsoft Robotics Studio” heißen und definitiv nicht über Lego vertrieben werden. Das ganze hat nur einen Haken: es ist eine Entwicklungsumgebung, die auf Windows basiert. Die meisten Roboter-Bastler in Asien arbeiten bislang aber häufig noch nah an der Maschinensprache.
Trotzdem macht Microsoft erstmal in Optimismus: “Wir glauben, dass diese Software ein Schlüsselprodukt für unsere IT-Zukunft sein kann”, so Tandy Trower, Manager der “Microsoft Robotics Group”. Die intelligenten Maschinen seien für ihn die nächste Evolutionsstufe des PC. Aha. Ich habe wohl auch zuviel SF gelesen, denn vor meinem inneren Auge huschen Schreckensvisionen von einem “MS Asimov 12.0” vorbei, der Linux- und Apple-Kunden in ihren Verstecken aufstöbert, um sie zu assimilieren. Widerstand ist zwecklos!