Neue Mobilfunker halten sich nur mühsam über Wasser

MobileMobilfunkNetzwerkeTelekommunikation

In den vergangenen vier Jahren sind in den USA nicht weniger als 30 Mobilfunker und Hunderte von Anbietern mobiler Multimediadienste in den Markt eingestiegen.

Die jungen Provider nutzen die existierenden mobilen Netzwerke der großen nationalen Mobilfunker, verschaffen sich Kunden durch laute Marketingoffensiven und hoffen, eine einträgliche Marktnische zu besetzen. Viele der Neueinsteiger haben jedoch Schwierigkeiten, sich über Wasser zu halten, berichtete gestern das Wall Street Journal.

Obwohl sich die Zahl der Handys in den USA in den vergangenen sechs Jahren auf 215 Millionen Stück verdoppelt hat, benutzt nur ein minimaler Teil der Kunden die neuen Multimediadienste. So sieht sich beispielsweise nur ein Prozent regelmäßig Videos an. Darüber hinaus leiden die Neueinsteiger unter der Konkurrenz von iPod, Blackberry und anderen Multimediageräten.

Der amerikanische Sportkanal ESPN hat beispielsweise versucht, sich mit einem Handy, das auf Sportliebhaber zugeschnitten ist, von der Masse abzuheben. Doch nach vier Monaten kam man auf weniger als 10 000 Abonnenten. Auch Multimedia-Anbieter Amp’d Mobile hat seit seiner Gründung vor fünf Monaten nur 10 000 Abonnenten anziehen können. Nun erwarten Branchenbeobachter eine langsam einsetzende Marktbereinigung. (rm/dd)

Anklicken um die Biografie des Autors zu lesen  Anklicken um die Biografie des Autors zu verbergen