Die Datenhehler des Staates

Allgemein

Um Bürger auszuspionieren, müssen die staatlichen Behörden nicht die Telefone anzapfen oder Ihren Computer hacken. Sie können sich die gewünschten sensiblen Daten auch einfach auf dem freien Markt kaufen.

Klingt wie aus einer schlechten TV-Serie, oder? Agenten der US-Regierung zogen mehr als 30 Millionen Dollar (24 Millionen Euro) aus ihren unauffälligen Geldkoffern, um private Telefonaufzeichnungen, Rechnungen und weitere persönliche Infos von speziellen Daten-Brokern einzukaufen.
Bevor Sie mich für verrückt halten: Associated Press berichtete gestern Abend über genau diese Vorgänge. Die US-Spürnasen haben den illegalen Dateneinkauf betrieben, um sich über die Anweisungen von Gerichten hinwegzusetzen. Nett, oder? Bevor jemand “schwarze Schafe” rufen kann, es war das übliche Vorgehen bei FBI, Homeland Security Department, US Marshal Service und der Polizei in Kalifornien, Colorado, Florida, Georgia und Utah. Das alles scheint also nur die Spitze eines dunklen Eisberges zu sein.
Das FBI verteidigte sich etwas lasch mit der Begründung, nur “seriöse Datenbroker” benutzt zu haben. Ob es auch seriöse Hehler gibt?