Youtube & Co. im Visier der Musikindustrie

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Bis vor kurzem konnte man sich Online-Musikvideos nur auf den Webseiten von Plattenfirmen und Bands anschauen. Mittlerweile gibt es zahlreiche andere Möglichkeiten, was den großen Musikverlagen sauer aufstößt.

Branchenriese EMI versucht, gegen die angeblich illegale Verbreitung von Musikvideos im Internet anzugehen. Allerdings schickt man nicht gleich die Staatsanwälte, sondern versucht konstruktiver an die Sache heranzugehen.

Mit dem umfassendsten Archiv an Videoclips wirbt zum Beispiel die noch kein Jahr alte Website YouTube, einige hunderttausende Musikvideos sollen es bereits sein. Um Verletzungen des Urheberrechts bei den angebotenen Videos einzugrenzen, will das Plattenlabel mit YouTube, aber auch mit anderen Videoanbietern wie etwa Revver eine direkte Partnerschaft eingehen. Auf diese Weise hofft man, Technologien wie den digitalen Fingerprint zu etablieren.

Thomas Ryan von EMI betont, dass man nicht jegliche Verwendung von EMI-eigenem Videomaterial verbieten will. Das Unternehmen plant etwa, Werbung an die Videoclips zu koppeln und auf diese Weise Einnahmen zu generieren. “Wir wollen nicht die Verbreitung von Musikvideos stoppen, sondern selber mehr daran verdienen”, so Ryan. “Auch hoffen wir, über unsere neuen Partnerschaften illegales Material von den Websites entfernen zu dürfen.” (rm/dd)

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