Schlag gegen Raubkopierer oder Eigentor?

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Die schwedischen Behörden waren Stolz darauf, einen mächtigen Schlag gegen die Datenverteiler von “The Pirate Bay” gelandet zu haben. Tja, das scheint ein Eigentor gewesen sein, denn die Jungs sind schon wieder im Geschäft, während andere Firmen wegen der Server-Beschlagnahme die Regierung reihenweise verklagen.

INQ_Schwedenklage.png Gleich zehn Unternehmen reklamieren, dass sie durch die schwedische Großrazzia einen Schaden erlitten haben. Schließlich wurden “großzügig” alle ISP-Server beim Dienstleister PRQ eingesackt. Den Ordnungshütern war offenbar nicht klar, dass es sich nicht um das Hauptquartier von “The Pirate Bay” gehandelt hatte, sondern nur um angemieteten Server-Platz.
Den verloren die Datenverschleuderer zwar, doch dafür gingen bei der Beschlagnahme auch zehn untadelige Unternehmen mit ihren Online-Aktivitäten ohne Vorwarnung “offline”. Dafür klagen sie nun zwischen 10.000 bis 200.000 Kronen (umgerechnet ca. 1.000 bis 22.000 Euro) pro Mandant ein. Ach ja, “The Pirate Bay” ist schon wieder aktiv, nun von Holland aus unter der Marke “The Phoenix Bay”.