Kickende Feldroboter: Die Blutgrätsche ohne Blut

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Noch nicht genug von Fußball? Erst gab es die Junioren-WM, dann tobt in halb Deutschland der Kampf um den “echten Pott”, zugleich vergnügten sich Spielzeug-Roboter in Bremen bei der Hallen-WM und nun machen sich auch noch ausgewachsene Feldroboter bereit, um ab 24. Juni in Stuttgart auf dem Acker ihre vierte WM auszutreten.

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13 Teams und ihre Blechkameraden lassen sich ab nächster Woche im Süden blicken, um nach Linien auf dem Rasen, Löcher im Grün und Lücken in der gegnerischen Abwehr zu suchen. Abgesehen vom Spaßfaktor sollen die Nachfolger der Open-Air-Kicker künftig für die Feldarbeit eingesetzt werden: Pflanzen, Unkraut jäten, Nährstoffmangel entdecken und beheben steht auf der weniger sportlichen Aufgabenliste. “Im Ausland sind die ersten kommerziellen Feldroboter bereits im Einsatz”, berichtet Agrartechniker und WM-Aktivist Joachim Müller von der Universität Hohenheim. Bis zur Marktreife der autonomen Digital-Erntehelfer vergehen wohl noch fünf Jahre. Bis dahin können wir ja von weiteren WM-Titeln träumen.