Studie: DVD-Boom flacht ab

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Der Verkauf von DVD-Filmen generiert gut die Hälfte der Einnahmen der großen Studios. Die Zukunft sieht jedoch trübe aus: Aller Voraussicht nach werden die DVD-Verkäufe dieses Jahr kaum noch wachsen.

Noch vor 24 Monaten glänzte der DVD-Markt mit zweistelligen Zuwachsraten. Nun muss sich die Branche mit dem Gedanken an Stagnation und Marktsättigung herumquälen. Schlimmer noch: Berechnungen des amerikanischen Medienforschungsunternehmens Adams Media Research warnen vor einem Rückgang der Verkaufszahlen bis 2010 um 20 Prozent.

Eines der Ursachen: Die Industrie hat die meisten Filme und Serien – auch alte Kamellen und Klassiker – mittlerweile auf DVD herausgebracht. Damit sind kaum noch Schätze im Archiv zu heben. Im Wesentlichen muss die Filmindustrie auf neues Material setzen, doch gerade hier jagt ein Flop den nächsten.

So wird zu Tricks gegriffen wie den Sonder-Edition alter Topfilme und viele Bundles und Box-Sets. Das schönt zwar momentan die Verkaufsstatistik, führt aber künftig zu umso stärkeren Verkaufsrückgängen. Eine Analyse von Nielsen VideoScan zeigt, dass Blockbuster, die im Kino mehr als 100 Millionen Euro einspielen konnten, sich auf DVD im Wesentlichen nur sechs Wochen nach Release verkaufen lassen.

Hinzu kommen Alternativangebote wie Video-on-Demand und das Mieten von DVD in der (Online-) Videothek. Zwar verdienen die Filmstudios daran mit, aber erheblich weniger als beim DVD-Verkauf. [rm/fe]

Autor: fritz
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