Monster-Ärger für die Monster-Jobbörse

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Die Muttergesellschaft des weltweit operierenden Jobportals bestätigte gestern, dass eine unabhängige Kommission damit beschäftigt sei, die Führungskräfte-Optionsprogramme der Jahre 1997 bis 2001 zu untersuchen.

In einem Enthüllungsbericht deckte das ?Wall Street Journal? auf, dass sich die Führungsriege des Job-Portal-Betreibers “Monster Worldwide” seinerzeit offenbar äußerst großzügig selbst bedient habe. Viele Optionen sind wahrscheinlich ausgeübt worden, obwohl das von den Kursen her gar nicht mehr möglich war. Letztendlich will eine Aktiengesellschaft seine Führungskräfte damit belohnen, wenn sich der Kurs gut entwickelt. Ansonsten sollen die Optionen “zur Strafe” verfallen, was bei Monster offenbar nicht gegriffen hatte. Die Börse reagierte prompt verschnupft und trieb die Aktie zeitweise gut 6 Prozent ins Minus.

Der Portalbetreiber ist nur eines von rund 40 US-Unternehmen, denen wegen der Vergabepraxis für Führungskräfte-Optionen derartiger Ärger von Seiten der Aktionäre ins Haus steht. Auch die Börsenaufsicht SEC ermittelt in diesen Fällen, zum Beispiel seit gestern auch beim Chip-Hersteller Applied Micro Circuits. [rm/fe]

Autor: fritz
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