Weblogs bei Politikern im Aufwind

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In Großbritannien erfreuen sich Weblogs von politischen Aktivisten wachsender Beliebtheit. Jüngste Idee: Online eine Konferenz abzuhalten, bei der sich Web-Autoren und ihre Leser treffen.

Blogs auf Webseiten wie ConservativeHome sollen es den Menschen ermöglichen, die Ansichten der Parteien nachzuvollziehen, glaubt Blogger Iain Dale. Gegenüber der BBC betont er, dass “Blogs einigen Einfluss auf Politik im Allgemeinen und die Konservative Partei im Besonderen haben.”
In den USA sind Blogger bereits regelmäßig auf Parteitagen anzutreffen. Die Demokraten waren Vorreiter bei diesem Trend und luden schon 2004 Blogger zum Parteitag ein – die Republikaner zogen nach. Weblogs dienen aber nicht nur der Vernetzung politisch Interessierter untereinander, sondern werden auch von Berufspolitikern genutzt. “Eines der Geheimnisse der meisten Parlamentsabgeordneten ist, wie viel Zeit sie eigentlich damit verbringen, viele dieser Blogs zu lesen”, gesteht der konservative britische Parlamentsabgeordnete Michael Gove. Allerdings warnt er auch davor, die Meinungen der Blog-Autoren als repräsentativ für die gesamte Konservative Partei zu sehen.
In Deutschland entdeckte jüngst Bundeskanzlerin Angela Merkel das Video-Podcast. Nach dem Vorbild der wöchentlichen Rede des US-Präsidenten an die Nation wird Merkel jeden Samstag eine kurze Ansprache halten.