Die Telekom-Konzerne fürchten sich vor Google

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Dass sich der Internet-Riese nun auf Services für das Handy einschießt, behagt den wachsamen Telecoms der Welt so gar nicht. Vor allem kostenfreie Hotspots verursachen weltweite Kopfschmerzen.

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Google startete in den letzten Wochen nicht nur Suchfunktionen fürs Mobiltelefon, sondern auch einen SMS-Auskunftsservice sowie in seinem Heimatort Mountain View, Kalifornien, einen allgemein frei zugänglichen Wireless-Internetzugang, der Ende des Monats in voller Bandbreite funktionieren soll. Gerade in letzterem Fall musste Google oft betonen, dass man keinerlei Pläne habe, diesen kostenfreien Service über die Bay Area (sprich San Francisco) hinaus erweitern zu wollen. Die großen Netz- und WiFi-Anbieter waren natürlich gleich aufmerksam geworden und befürchten, hier eine wesentliche Einnahmequelle verlieren zu können.
Zumal Industrie-Analysten (namentlich Adam Walkden von Visiongain) glauben, dass Google sich darauf vorbereite, günstige WiFi-Angebote auch außerhalb der USA zu installieren. Obendrein soll es Gespräche mit dem Wireless-Provider EarthLink geben über weitere freie Internet-Zugänge jenseits von San Francisco.
“Das Geschäftsmodell könnte funktionieren, weil Google sein Geld über Werbung verdient. Da kann der Zugang als kostenfreier Service und Marketing-Instrument benutzt werden”, argumentiert Walkden.