Probleme mit Raubkopien? Taiwan hat die Lösung!

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Wenn die Musik-, Film- und Softwareverbände ihr ewiges Klagen und Nörgeln erheben, wie böse doch die Welt sei mit all ihren Milliarden von RAUBkopierern, dann möchte man nur noch sagen: Schnauze halten! Hinsetzen! Und alle Blicke nach Taiwan, wo das Problem längst gelöst ist!

Tatsächlich, wer sich in den Straßen Taipehs bewegt, entdeckt nicht unbedingt an jeder Straßenecke, in dunklen Seitengassen oder auf Schulhöfen diese niederen Gestalten mit Pappkartons, voll billiger selbstgebrannter Kopien auf CD oder DVD (nein, das ist China! s. Bild). Sicher, es gibt bestimmt auch Menschen in Taiwan, die mal ihren Brenner anwerfen, um eine Kopie zu ziehen. Doch ein schwunghafter (Schwarz-) Handel findet sich hier kaum, denn das haben die Taiwanesen gar nicht nötig. Sie gehen einfach ins nächste Geschäft, und kaufen sich Originale.
Glauben Sie jetzt nicht, das wären bessere Menschen. Aber sie haben es eindeutig besser, denn sie können Filme, Musik und Software zu vernünftigen Preisen im Original kaufen – da lohnt sich eine Raubkopie einfach nicht mehr. Brandaktuelle Audio-CDs gibt es für umgerechnet 8 bis 10 Euro. Eine beliebte aktuelle US-TV-Serie geht für etwa 17,50 Euro über die Theke – nicht etwa eine Folge, sondern die ganze Staffel! Und das U2-Konzert “Vertigo: Live in Chicago” auf DVD liegt bei etwa 14 Euro. Wir sind uns sicher, bei diesen Preisen würden auch Europäer oder Amerikaner das Raubkopieren sein lassen. Also, ihr Säcke bei RIAA, MPAA et cetera, lasst das unwürdige Jammern und senkt die Preise auf ein faires Niveau, so dass die Verbraucher wieder gerne in den (virtuellen) Plattenladen kommen. Dann sind auch die Verkaufszahlen wieder da, wo ihr sie haben wollt. So, nächstes Problem bitte …