IT-Landschaft steuern in großen Unternehmen
Verzweiflungsakte sollten der Vergangenheit angehören

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Die IT vieler Abteilungen passt oft nicht zusammen und ihre Leistung wird nicht richtig gemessen. Offenbar verlieren einige Unternehmen den roten Faden, wenn es um den Aufbau und das Management ihrer IT-Systeme geht.

Leistung auch auf ihren Nutzen messen

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Vor einigen Wochen hatte ich vorgeschlagen, dass neue Formen zum Messen der Leistung (Performance Metrics) nützlich wären, damit dargestellt werden kann, in welcher Qualität Systeme die Dienste liefern, welche die Nutzer wirklich wollen – und zwar auf ständig aktueller Basis.

Dr. Jim White, Chef für Unternehmenstechnologie bei Managed Objects, Anbieter für Managementsoftware; vertritt die Meinung, dass es eine Metrik geben sollte, mit der aufgezeigt werden kann, wie Systeme das Management langfristig verbessern können – und die vielleicht auch die Komplexität der Prozesse, die sie abwickeln, darstellen kann. Eine solche Metrik könnte verdeutlichen, ob ein System mit dem gleichen Personalaufwand mehr erreichen kann oder aber das Gleiche mit weniger.

Es geht also darum, dass die Unternehmen sich weniger auf die Leistung der Technologie als solche konzentrieren sollen sondern mehr auf das Messen der Leistung von Gesamtsystemen – im Sinne von Unternehmensergebnissen und -nutzen.


Unsystematische Upgrades sind üblich

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Die jetzige Verfahrensweise der Unternehmen verglich White mit einem HiFi-Fan, der 1500 Euro für Lautsprecher ausgibt aber nur 15 für einen Plattenteller. Viele Firmen rüsten Teile ihrer IT-Systeme in ähnlicher unsystematischer und ineffektiver Form auf, darauf hoffend, die Gesamtleistung zu verbessern.

Es könnte aber für die Unternehmen vorteilhafter sein, das zu behalten, was sie haben und zu lernen, wie man diese einzelnen Komponenten besser als ein einheitliches Gesamtsystem steuert.

Dazu müssen die einzelnen Komponenten und deren Wechselbeziehungen untereinander identifiziert werden. Managed Objects und andere IT-Anbieter verkaufen zur Unterstützung dieses Prozesses Analyseinstrumente, mit denen man den Netzwerkverkehr überwachen kann. Solche Tools können beispielsweise aufzeigen, dass Server am Start- und Endpunkt eines speziellen Verkehrsstroms Teil einer SAP-Anwendung sind. Auch könnten damit Profile über den Verkehr erstellt werden. Wenn sich andere Server einklinken oder ein laufender Server Offline geht, wird Alarm ausgelöst und die Manager sind in der Lage, entsprechende Maßnahmen einzuleiten.


Managementkonsolen erlauben Nutzungsprofile – und sparen Hardwarekosten

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Solche Systeme könnten mit einer großen Auswahl an Management Konsolen verflochten werden, einschließlich IBM?s Tivoli und HP?s OpenView . wie wir schon vor einem Jahr berichteten, als diese Tools noch nicht so weit waren wie jetzt.. Jim White behauptet, dass dies die Steuerung vereinfachen und Fragmentierung vermeiden würde, wenn Unternehmen andere Firmen aufkaufen.

Diese Art von “Managementsystem für Managementsysteme” würde Managern auf einen Blick Daten von vielen verschiedenen Arbeitsabläufen liefern. Auch könnten mehr Systeme wiederverwendet werden anstatt auf dem Schrott zu landen.

Die Kehrseite einer derartigen übergreifenden Management-Konsole ist der große Integrationsaufwand, um sie mit den diversen Einheiten für die Datenzufuhr zu vernetzen. Darüber hinaus sind noch weitere Integrationstätigkeiten erforderlich, damit ermittelt werden kann, welche Unternehmensprozesse auf den verschiedenen Komponentenservern laufen.

Aber niemand hat je gesagt, dass es einfach sein würde.