Computex 2006: Notebook mit integriertem PDA

Mobile

Macht es Sinn, einen kleinen Computer in einen großen einzubauen? Nur, wenn man für Aufgaben wie das Abchecken von E-Mails nicht immer das ganze System starten möchte.

Wie pusht man die Akkulaufzeit eines Notebooks auf 500 Stunden hoch? Indem man ihn nicht mehr anschalten muss, weil an der Außenseite ein Mini-PDA mit kleinem 2-Zoll-Bildschirm ständig über die wichtigsten Neuigkeiten auf dem Laufenden hält. Klingt nach einem Aprilscherz? Elitegroup (ECS) meint es mit der Weltneuheit, die heute Nacht in Taipei Premiere feierte, ganz Ernst.

Der Mini-PC im Notebook gewährt den Zugriff auf Kalender und Telefonbuch, spielt Mediendateien ab, öffnet Fotos und neu eingetroffene E-Mails, ohne dass der Windows-Rechner hochfahren müsste. Das geht, weil eine eigene kleine CPU (von PortalPlayer) mit 128 MByte Flashspeicher (ECS plant schon 1 GByte) das Mini-Display mit den Daten versorgt. Allerdings wird das alles erst mit Windows Vista funktionieren.

Wichtiger Vorteil der Lösung: Die Daten zwischen Notebook und Deckel-PDA bleiben stets synchronisiert, was bei jedem Hochfahren des Systems automatisch abläuft. ECS will in einer weiteren Version den PDA-Player abnehmbar und damit zum echten Wegbegleiter machen. Übrigens kündigten auf der Messe Acer and Asustek an, ähnliche Systeme zu entwickeln.

Autor: fritz
Anklicken um die Biografie des Autors zu lesen  Anklicken um die Biografie des Autors zu verbergen