Windows automatisieren
XP vollautomatisch

BetriebssystemWorkspace

Macht Ihre Maus schlapp, weil sie tausende unnötige Klicks machen muss? Techniken wie Scripting schaffen Abhilfe. Dann erledigt Windows viele Aufgaben automatisch und ganz von allein.

Windows-Automatiken

Windows automatisieren

Wer gerne Zeit am Computer verschwendet, kann die meisten Windows-Funktionen immer wieder per Hand aufrufen. Schlauer ist es, Aufgaben, die sich wiederholen, von XP erledigen zu lassen und sich selbst den spannenden Dingen zu widmen. Wenn Sie etwa nach dem Windows-Start immer Word, Outlook und Firefox aufrufen, kann das jedes Mal über einige Klicks per Start/Programme ablaufen – oder Windows übernimmt das automatisch mit der Autostart-Funktion. Windows kann auch wichtige Dateien und Ordner automatisch auf eine zweite Festplatte sichern.

Doch das sind nur die einfachsten Beispiele. Unter Windows gibt es viele wiederkehrende Aufgaben, die sich für das Automatisieren bestens eignen.


Programme starten von selbst

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Die einfachste Möglichkeit, um Programme bei der Anmeldung am Benutzerkonto zu starten, bietet der Autostart-Ordner des Startmenüs. Es genügt, das Symbol eines Programms oder eines Ordners per Maus zur Schaltfläche Start und dann bei geöffnetem Startmenü zum Eintrag Alle Programme/Autostart zu ziehen. Wird die Maustaste über Autostart losgelassen, hinterlegt Windows eine Verknüpfung zur betreffenden Anwendung. So lassen sich mehrere Programme automatisch starten, da alle Autostart-Einträge bei jeder Anmeldung am lokalen Benutzerkonto ausgeführt werden.

Mit dieser Technik richtet jeder Benutzer Autostart-Einträge für das eigene Konto ein. Administratoren haben unter Windows 2000/XP außerdem die Möglichkeit, Autostart-Verknüpfungen für alle lokalen Benutzerkonten zentral einzurichten. Das geht so: Nach der Anmeldung an einem Administratorkonto lässt sich über den Kontextmenübefehl Öffnen/Alle Benutzer das Ordnerfenster mit den Startmenü-Einträgen öffnen. Im Unterordner Programme/Autostart hinterlegt der Administrator dann Verknüpfungen zu beliebigen Programmen oder Ordnern. Dieser Ansatz besitzt außerdem den Vorteil, dass normale Benutzer die global eingerichteten Autostart-Einträge nicht löschen können.


Einmal einrichten – mehrmals starten

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Defragmentierung oder Backups gehören zu den Aufgaben, die Profi-Anwender regelmäßig aufrufen. Auch das kann Windows XP automatisch erledigen. Die Funktion Geplante Tasks ist dafür zuständig. Nach Anwahl des Startmenü-Eintrags Alle Programme/Zubehör/Systemprogramme/Geplante Tasks öffnet sich das Fenster zur Anzeige der bereits eingeplanten Tasks. Das Symbol Geplanten Task hinzufügen des Ordnerfensters startet einen Assistenten, der den Benutzer beim Einrichten der Ausführungsoptionen für den Task begleitet. Die gewünschte Anwendung lässt sich aus der angezeigten Liste oder gezielt über die Schaltfläche Durchsuchen wählen. Dabei können neben EXE-Programmdateien auch Batch- oder Scriptprogramme gewählt werden.

In den Folgedialogen des Assistenten geben Nutzer das Ausführungsintervall vor: täglich, wöchentlich, monatlich, beim Start des Computers oder bei der Anmeldung. Ausführungszeitpunkt und das Benutzerkonto samt Kennwort werden ebenfalls definiert. Im Fenster Geplante Tasks aufgelistete Einträge besitzen den Kontextmenübefehl Eigenschaften, über den sich die Ausführungsoptionen für den Taskplaner nachträglich korrigieren lassen.


Batch-Datei löst schwierige Aufgaben

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Einfache Aufgaben wie das Kopieren und Löschen von Dateien oder die Sicherung kompletter Ordner erledigen Konsolenbefehle im Fenster der Eingabeaufforderung. Zur Automatisierung solcher Aufgaben lassen sich die betreffenden DOS-Befehle im Windows-Editor eingeben oder in einer BAT-Datei speichern. Der Vorteil: Dann genügt ein Doppelklick auf die BAT-Datei, um die Befehle in einem Aufwasch auszuführen.

Das BAT-Programm Backup.bat (auf Heft-CD/DVD, PCP-Code: BACKUP) sichert bei jedem fünften Durchlauf geänderte Dateien mit bestimmten Namen in einen Backup-Ordner. Das Beispiel demonstriert, wie sich mit Tricks auch komplexere Ablaufsteuerungen realisieren lassen.

Die Konsolenbefehle net oder cacls fragen
Netzwerkinformationen ab, passen Benutzerkonteneinstellungen an oder verwalten Freigaben und Zugriffsberechtigungen auf Dateien und Ordner. Die Dateien AccountOn.bat, AccountOff.bat, ShareOn.bat und ShareOff.bat auf Heft-CD/DVD demonstrieren den Einsatz des NET-Befehls. Dieser schränkt den Zugriff auf Benutzerkonten ein und gibt Ordner im Netzwerk frei.

Ist das Brennprogramm Nero auf dem PC installiert, lassen sich sogar Batchprogramme für eine Datensicherung auf CD oder DVD schreiben. Wird die auf der Heft-CD hinterlegte Datei NeroSave.bat im Nero-Installationsordner Programme\Nero\Nero 7\Core gespeichert und dann ausgeführt, brennen die hinterlegten Befehle den Inhalt eines Ordners auf eine CD. Dabei fährt die Lade des Brenners selbsttätig ein und aus. Liegt eine beschriebene CD-RW im Laufwerk, werden die Daten automatisch überschrieben.


Profis nutzen Scripting Host

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Für einfache Aufgaben sind Autostart, Taskplaner oder Batch-Datei zweifellos nützliche Helfer. Doch die stoßen schnell an ihre Grenzen. Richtige Programme hingegen kann der Anwender mit dem Windows Scripting Host ablaufen lassen. Dieser beherrscht mächtige Automatisierungsfunktionen, von Dateioperationen über das Anpassen von Einstellungen bis hin zum Zugriff auf Benutzer- oder Internetkonten.

Die Scriptprogramme lassen sich dabei selektiv per Doppelklick vom Benutzer aufrufen oder über die Gruppe Autostart des Startmenüs automatisch ausführen. Es ist aber natürlich auch möglich, Verknüpfungen zu diesen Programmen als Kontextmenübefehle in der Windows-Shell zu hinterlegen.