Marktforscher: Öffentliche Verwaltungen haben einen enormen IT-Rückstand

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Regierungen liegen bei der Implementierung von Technologielösungen im Vergleich zur Privatwirtschaft gute fünf bis zehn Jahre, in manchen Bereichen gar bis zu 20 Jahre zurück.

So lautet das vernichtende Urteil eines nahmhaften Experten: John Kost, beim Marktforscher Gartner für den Bereich Government Research Worldwide zuständig, äußerte sich am Wochenende über die Herausforderungen, die der Einsatz von IT in öffentlichen Organisationen in nächster Zukunft mit sich bringen wird – und warum derart viele IT-Projekte zum Scheitern verurteilt seien.

Den Rückstand mancher öffentlichen Technologielösung sieht Kost vor allem in der Vergabepraxis begründet, denn die sieht in der Regel die billigste Lösung vor, was im Bereich IT nicht unbedingt die beste sein muss. Dann fehlen oft genug Experten für Umsetzung oder Betreuung der Lösung. Noch mehr IT-Projekte scheitern seiner Beobachtung nach an den komplexen politischen Führungsstrukturen. Da fehle es an einer Kooperation bzw. offenen Zusammenarbeit der Abteilungen, Behörden, Ministerien und Instanzen.

Die Lösung? “Ein starker Mann an der Spitze, der sich des IT-Themas annimmt und klar über die gesamte Umsetzung bestimmt,” fordert der Experte. Länder wie Australien oder Kanada würden zeigen wie es geht. [rm/fe]

Autor: fritz
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