Digitale Privatwirtschaft sagt Nein zu den Internetplänen der öffentlichen Sender

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Die Sender der ARD und das ZDF möchten gerne mehr Geld für ihren Online-Auftritt ausgeben. Doch es formiert sich immer mehr Widerstand dagegen.

Nach der Kritik des Verbandes Privater Rundfunk und Telekommunikation am Online-Vormarsch der öffentlich-rechtlichen Sender bläst nun auch der Bundesverband Digitale Wirtschaft in dasselbe Horn. Arndt Groth, Präsident des BVDW, lehnt es ab, die Finanzierung der Online-Aktivitäten der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten aufzustocken. Ein solcher Vorstoß würde wettbewerbsverzerrende Auswirkungen zu Lasten der privatwirtschaftlichen Inhalteanbieter der digitalen Wirtschaft nach sich ziehen, argumentiert Groth.

“Was ist daran wettbewerbsverzerrend, wenn jemand die Tagesschau auch im Internet anschaut. Am Inhalt ändert sich schließlich nichts”, hält Fritz Raff, Intendant des SR, dagegen. Da sich die Mediennutzung immer mehr ins Netz verlagere, müssten auch ARD und ZDF mitziehen.

Die Ausgaben für den Online-Aufwand der öffentlich-rechtlichen Sender belaufen sich derzeit auf maximal 0,75 Prozent des Gesamthaushalts. Die unabhängige Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten legt diesen Satz fest. [rm/fe]

Autor: fritz
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