Vodafone bestätigt Milliardenverluste und plant DSL in Deutschland

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Jetzt ist es offiziell: Der britische Mobilfunkriese verbucht für das abgelaufene Geschäftsjahr einen Verlust in Höhe von 17,2 Milliarden Pfund (25,1 Milliarden Euro).

Mit den gestern veröffentlichten Umsatzzahlen bestätige sich die Meldung vom Wochenende. Verantwortlich für den Milliardenverlust bei Vodafone sind wie schon vermutet die massiven Abschreibungen unter anderem auf die deutsche Tochter. Operativ konnte Vodafone immerhin 10 Prozent zulegen: Auf 11,8 Milliarden Pfund (17,2 Milliarden Euro) stieg das EBITDA .

“In einer zunehmend wettbewerbsintensiven Umgebung hat Vodafone unsere Erwartungen teilweise übertroffen”, tröstete sich Konzernchef Arun Sarin. Beim Umsatz konnte Vodafone ebenfalls um zehn Prozent auf 29,4 Milliarden Pfund (43 Milliarden Euro) zulegen. Die Kundenzahl kletterte auf knapp 171 Millionen.

Für das laufende Geschäftsjahr 2006/07 rechnet Vodafone nun mit einem Umsatzplus zwischen fünf und 6,5 Prozent – bei allerdings sinkender Profitmarge. Schuld sei die zunehmende Wettbewerbshärte auf dem Mobilfunkmarkt. Dem will der Konzern mit einem Einstieg auf den Festnetzmarkt entgehen. In Deutschland soll es bald ein Komplettangebot aus Mobilfunk und DSL-Internetzugang geben.

“Wir arbeiten dabei mit unserer Festnetztochter Arcor zusammen. Mit dem DSL-Angebot starten wir zum Weihnachtsgeschäft”, bestätigt Vodafone-Sprecher Heiko Witzke. Auf dem deutschen Markt stieg die Kundenzahl um zwei Millionen auf 29,2 Millionen an. Der hiesige Erfolg sei vor allem dem UMTS-Bereich zu verdanken. (rm/dd)

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