Mobilfunk-Regulierung rückt näher

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Matthias Kurth, Präsident der Bundesnetzagentur, sieht kaum noch Chancen, auf regulatorische Eingriffe zu verzichten.

Wie sich schon länger abzeichnet, wird die Bundesnetzagentur wohl eine Absenkung der so genannten Terminierungsentgelte anordnen, nachdem sich die Mobilfunkbetreiber nicht auf neue Tarife einigen konnten. “Angesichts der Lage im Markt sehe ich wenig Chancen, dass wir von unserem bisherigen Vorschlag abrücken, die Terminierungsentgelte zu regulieren”, sagte Matthias Kurth dem Handelsblatt.

Bislang fordern O2 und E-Plus für die Gesprächsweiterleitung 12,4 Cent pro Minute, T-Mobile und Vodafone elf Cent. Nach EU-Vorgaben müssen die Gebühren jedoch sinken, eine Übereinkunft wurde laut Handelsblatt jedoch von E-Plus blockiert. Das Unternehmen fordert höhere Gebühren für die kleinen Anbieter, da diese weniger Größenvorteile und dadurch höhere Kosten hätten, wird damit aber wahrscheinlich bei der Bundesnetzagentur scheitern. “Wir müssen auf jeden Fall die beiden kleinen Anbieter und die beiden großen gleich behandeln, das ist auch in allen anderen EU-Ländern so.”, erklärte Matthias Kurth. (dd)

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