Analysten sehen Microsofts Dominanz gefährdet

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Börsenanalysten äußerten gestern “langfristige Bedenken” hinsichtlich der Konkurrenzfähigkeit des größten Softwarehauses der Welt.

Die Investment-Bank Caris & Co fertigte eine tiefschürfende Analyse zu Microsoft an. Das überraschende Ergebnis: Der Konzern verlagere derzeit seinen Schwerpunkt gezwungenermaßen vom Software-Geschäft hin zu digitalen Diensten, was ein Indiz dafür sei, dass das traditionelle Geschäftsmodell zunehmend unter Druck gerate.

Als Beispiel nannten die Analysten die Kooperation zwischen Google und Dell, in deren Rahmen künftig Google-Software auf Dell-PCs vorinstalliert werde. Das stelle einen Einbruch in die Domäne Microsofts dar. Ohnehin entwickle sich die internet-basierte Welt zu einer Bedrohung für den Konzern.

Microsoft wollte diese und andere kritische Äußerungen der Wall Street so nicht stehen lassen und schickte umgehend Steve Ballmer nach New York und Boston, um die Kritiker heute und morgen zu treffen. In den Gesprächen wird er erklären müssen, warum die MS-Aktie auf ihrem niedrigsten Stand seit fast vier Jahren verharrt. (rm/dd)

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