Apple verliert Prozess: Blogger genießen Schutz der Pressefreiheit

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Der Computerkonzern hatte gegen Redakteure diverser US-Websites geklagt – und nun in zwei Fällen verloren.

Vor allem wollte Apple durch die Gerichtsverfahren Zugriff auf jene E-Mails erhalten, in denen Apple-Mitarbeiter den Online-Autoren Details zu neuen Produkten offenbarten. Doch das Gericht stufte den Schutz der Pressefreiheit bei Bloggern und Online-Journalisten höher ein als den Eigenschutz eines Unternehmens. “Wir können uns keine Konstellation vorstellen, nach der legitime und illegitime Nachrichten voneinander abgegrenzt werden können”, präzisiert die Jury.

Daher müssen – wie bei traditionellen Medien auch – die Online-Kollegen ihre Quellen nicht offen legen, so das Urteil. Es bezieht sich zunächst auf die Klagen gegen www.appleinsider.com und www.powerpage.org. Gegen die Redaktion von Think Secret läuft das Verfahren noch, dürfte aber mit hoher Wahrscheinlichkeit ähnlich ausgehen. Apple hat sich zu der Entscheidung noch nicht geäußert. (rm/dd)

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