Nachtaufnahmen
“Verschiedene Lichtquellen sorgen für Stimmung”

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Kennt noch jemand diese alten, “lustigen” Postkarten – “München bei Nacht”? Oder Berlin, Frankfurt oder New York? Die einfach nur schwarz waren? Kann passieren. Nur das richtige Licht macht eine Nachtaufnahme zu einem wirklich guten Foto.

Nachtaufnahmen

Dazu gehört kein Blitz. Unbedingt sollte man das Licht einfangen, das in der zu fotografierenden Szenerie vorhanden ist. Eine längere Belichtungszeit hellt auf – aber erhöht das Risiko, das Bild zu verwackeln. Auf ein Stativ sollte man nicht verzichten.

Dass die Belichtungszeit bei diesem Foto erhöht ist, verrät ein kleines Detail: Unter dem Pavillion im vorderen Teil des Bildes ist ein unscharfer Mensch zu sehen – er hat sich bewegt.

Das fällt aber kaum auf im Vergleich zum Rest. Klarer Blickfänger ist das Lichtermeer – aber warum wirken alles so golden?

Für diesen Trick sorgen unterschiedliche Lichtquellen. Der Pavillion links wird von Neonröhren ausgeleuchtet – er wirkt grünlich. Glühbirnen hingegen sind näher dran am Tageslicht und wirken – verstärkt durch den Kontrast zum grünen Neonlicht – schon fast orange.

Dieses Bild ist gerade am Ende der “Blauen Stunde” entstanden: Der Himmel wirkt gerade noch blau. Ein paar Minuten später würde die Sonne nicht mehr genug Licht abgeben: Alle Farben im Himmel würden ins Graue fallen.

Die Belichtungszeit dieses Fotos war 1/15 Sekunde, die Blende auf 8 gestellt. Der ISO-Wert 100 verhindert auffäliiges Pixeln in dunklen Bereichen.