Lenovo versinkt in roten Zahlen

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Der weltweit drittgrößte Computer-Hersteller ist in seinem vierten Geschäftsquartal deutlicher als erwartet in die roten Zahlen gerutscht.

In den drei Monaten bis Ende März sei ein Nettoverlust von 902,76 Millionen Hongkong-Dollar (90,7 Millionen Euro) angefallen, gab Lenovo zu. Analysten hatten im Schnitt mit einem nur halb so hohen Fehlbetrag gerechnet. Nach Reuters-Berechnungen hatte das Unternehmen ein Jahr zuvor noch einen Nettogewinn von 166 Millionen HK-Dollar verbucht.

Vermutete Ursache für den monetären Ausrutscher: Die Übernahme der PC-Sparte von IBM in 2005. Dafür hatte Lenovo satte 1,25 Milliarden US-Dollar (rund 1 Mrd. Euro) berappt. Doch mittlerweile verlor man Marktanteile an die größeren Rivalen Dell und Hewlett-Packard.

Lenovo-Chairman Yang Yuanqing behauptet dagegen, das IBM-Geschäft sei in den schwarzen Zahlen, räumte aber zugleich Schwierigkeiten ein. Der operative Verlust falle in Asien, speziell im japanischen Markt, an. Dort stehe Lenovo in heftiger Konkurrenz zu Toshiba und Sony. Als Ausweg aus der Misere wolle man verstärkt auf Notebooks setzen. [rm/fe]

Autor: fritz
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