Google wegen Suchergebnissen mehrfach verklagt

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Mit jedem neuen Service handelt sich der Suchmaschinen-Primus fast unweigerlich weiteren Ärger ein. Der Vorwurf diesmal: Man verweise auf Raubkopien und ebne den Weg zur Kinderpornografie.

Gleich zwei Klagen flatterten gestern Google ins Haus. Zunächst gibt es da den belgischen Hard- und Software-Hersteller ServersCheck. Er verklagt Google wegen angeblicher Hinweise auf Raubkopien in den Suchvorschlägen der Google Toolbar, die neulich in einer frischen (Beta-) Version an den Start ging. Wer zum Beispiel ein legales Programm sucht, sehe in der Toolbar in Echtzeit zahlreiche Vorschläge, die auf Raubkopien und illegale Seriennummern der gesuchten Software verweisen.

In Brasilien droht Google Ungemach von ganz anderer Seite, wie die Wirtschaftsagentur Bloomberg berichtet: Man ist dort Opfer des eigenen Erfolgs, denn Googles Community-Angebot Orkut – vergleichbar mit MySpace – ist in Brasilien mit geschätzten acht Millionen registrierten Nutzern die Nummer 1.

Im Auftrag des Generalstaatsanwalts haben sich zwei Strafverfolger nun zu Orkut-Kritikern aufgeschwungen: Das Angebot verletze brasilianisches Recht, so Karen Kahn und Sergio Suiama. Das Angebot sei “ein Paradies für Pädophile, die versuchen, Sex mit Kindern zu arrangieren oder pornografisches Material zu verbreiten”, schimpft Kahn, die von einer Anklageerhebung spricht.

Ein US-Kommunalpolitiker hatte bereits Anfang Mai eine ähnliche Klage gegen Google angestrengt: Jeffrey Toback wirft der Suchmaschine vor, sie ermögliche das Auffinden von Kinderpornografie. [rm/fe]

Autor: fritz
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