Sony beerdigt Atrac-Format

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Der japanische Elektronikkonzern teilte jetzt in Tokio mit, seine hauseigene Musik-Kompressionstechnologie Atrac komplett aufzugeben.

Schon vor Monaten öffnete sich der Konzern dem MP3-Format und gab den Plan auf, das eigene proprietäre Format als Standard in den Markt drücken zu wollen. Nun ist es ganz vorbei mit Atrac: Sony akzeptiert die Marktdominanz von Apple und nimmt das AAC-Format neben MP3 in die eigene Gerätesoftware auf. Atrac landet auf dem Müllhaufen der digitalen Geschichte.

Sony bestätigte am Wochenende kleinlaut, künftig Komprimierungstechnologien einzusetzen, die mit einer Reihe von Konkurrenzformaten kompatibel sind. Ein entsprechendes Update der Jukebox-Software SonicStage CP soll Ende Mai zum Download bereitstehen.

“Die Entscheidung kommt nicht überraschend. Die Mitbewerber versuchen, Apple aufzuhalten, aber deren Marktanteil wächst immer weiter”, kommentierte Shaw Wu von American Technology Research. Sony versuche seit langem, eigene Technologien im Alleingang durchzusetzen, schafft es aber nicht mehr. So spielen die MiniDisk und oder der Memory-Stick in ihren Märkten nur eine Nebenrolle.

Dass Sony-Player in Zukunft über iTunes gekaufte Musik abspielen können, ist damit noch nicht sicher. Zwar sind die Formate kompatibel, allerdings dürfte Apples DRM Fairplay verhindern, dass die Download-Songs auch auf Sonys Geräten laufen. (rm/dd)

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